Digitalisierung Asset Management - Onivation Office

Digitalisierung im Asset Management

Es gibt sicherlich kaum ein Unternehmen, das nicht von sich behaupten würde, es hätte „Digitalisierung“ ganz oben auf seiner Prioritätsliste stehen. Dies gilt insbesondere im Asset Management, wie die jüngste Umfrage des BVI zeigt:

Top-Techniktrends der deutschen Fondsbranche 2019*

Techniktrends deutsche Fondsbranche - Digitalisierung Platz 1
Grafik: DAS INVESTMENT

Die wichtigste Frage, die sich jedoch ein Unternehmen zunächst stellen muss ist: „Was verstehen wir unter „Digitalisierung“? Während die einen die Ablösung des Faxgeräts durch E-Mail mit eingescanntem Anhang bereits als „digital“ bezeichnen, sind -in der Regel kleinere- Unternehmen innovativer unterwegs und machen sich um wirkliche Automatisierung verdient. Daher ist die grundsätzliche Antwort auf die Frage nicht ausschließlich in Verwendung neuartiger Techniken zu sehen, der „Umbau“ -die „Digitalisierung“- ist tiefgreifender. Unternehmen müssen sich die Frage stellen, welche Prozesse bringen uns Wettbewerbsvorteile, Einsparungen und tragen zur Wahrnehmung eines innovativen, zukunftsträchtigen Unternehmens bei?

Vorgänge, die in der heutigen Zeit nicht mehr zeitgemäß sind, gehören nicht automatisiert, sondern abgeschafft.

Als Beispiel seien hier Transaktionen, Beratung oder auch Depoteröffnungen genannt. Deutschlandweit werden in diesem Zusammenhang immer noch Unmengen von Papier gedruckt, teilweise sogar von Hand ausgefüllt und dann per Fax oder E-Mail oder sogar auf dem Postweg durch die Welt geschickt. Auf der Empfängerseite sitzt dann der Erfasser, der mehr oder weniger fehlerfrei und bestenfalls mit einem extrem teuren, da personalaufwändigen, manuellen 4-Augen-Prinzip diese Daten wieder in einem internen System erfasst. Dies wird dann dem Kunden bzw. Vermittler ebenso aufwändig wieder postalisch bestätigt. Ein gigantischer Aufwand. Im Laufe der Zeit haben sich dann einige aufgemacht mittels OCR (Optical Character Recognization, also optischer Zeichenerkennung) diese trägen Abläufe etwas kostenreduzierter abzubilden.

Digitalisierung in diesem Zusammenhang bedeutet aber die komplette Abschaffung des zeit- und ressourcenintensiven „Papier-Umwegs“.

Es braucht heute kein Papier oder handschriftliche Unterschriften auf irgendwelchen Anträgen, um einen Vorgang -auch im Transaktionsumfeld- anzustoßen. Von daher muss die Digitalisierung pro Prozess von Anfang bis Ende durchdacht werden –losgelöst von der bisherigen Umsetzung. Ein Weg -eine Technik- an der man in diesem Zusammenhang zwangsläufig nicht vorbei kommt ist Cloud Computing. Cloud Computing ist kundennah. Nichts ist näher beim Kunden als eine Technik, die immer, permanent zur Verfügung steht, die in die Hosentasche passt oder eben auch zwischendurch vom Arbeitsplatzrechner bedient werden kann. 24 Stunden, mobil, weltweit. Seit dem Siegeszug des Internets ist der Kunde „in der Cloud“ unterwegs. Zugegeben haben sich die Begrifflichkeiten im Laufe der Zeit immer mal wieder geändert. Aber die erfolgreichen Geschäftsmodelle der heutigen Zeit haben alle eines gemeinsam: Sie finden da statt, wo der Kunde unterwegs ist: Draußen in der Cloud. Egal ob der Anbieter Netflix, Facebook, Google oder Amazon heißt. Der Kunde -auch der Anleger- bewegt sich dort. Und das vielmals angeführte Argument, Bankgeschäfte seien ja kein Facebook-Post und müssen viel „sicherer“ umgesetzt werden soll denen vorbehalten bleiben, die Ihren Untergang herbei sehnen. Sogar die Bafin hat sich mittlerweile dem Cloud Computing mit einer Empfehlung & Leitfaden geöffnet.

Fazit

Das Fazit dieser Betrachtung ist wie folgt. Hinterfragen Sie jeden Ihrer Prozesse auf wirkliche Digitalisierung von „end-to-end“. Setzen Sie dann auf wirkliche, innovative Technik, die da beheimatet ist, wo Ihre Kunden und Partner unterwegs sind: In der Cloud. Und wählen Sie für echte Digitalisierung nicht Ihren „Haus-und-Hof-Partner“, der Ihnen erklären möchte, warum bei Ihnen die „Digitalisierung“ aber ganz anders laufen muss. Wählen Sie einen strategischen Partner in Cloud-Lösung und -Implementierung, der bereits viele namhafte Finanz-Unternehmen auf dem Weg in die Digitalisierung begleitet hat.


* BVI Umfrage Führungskräfte, 345 Entscheider haben teilgenommen, Gesellschaften verwaltete Fondsvermögen von 3 Bio Euro
Download: BVI-Herbstumfrage: Fondsbranche forciert technologischen Wandel